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Dr. Joest Leopold

Die Völker der nord- amerikanischen Indianer

9,90

kostenlos: Unterrichts-Materialien zum Thema "Indianer" am Beispiel der Cheyenne, Navajo und Huronen

Lieferbar
Die Völker der nord- amerikanischen Indianer

Dieses umfassende Werk ist hervorragend geeignet für alle, die sich über das Thema "Indianer" einen Überblick verschaffen wollen. Fach- und sachkundig wird am Beispiel der Cheyenne, Navajo und Huronen eine Einführung in die unterschiedlichen Stämme gegeben. Praktische Kopiervorlagen laden zum Selbststudium ein oder sind bereits als Unterrichtsvorbereitung vorgesehen. Diese Unterlagen sind ab Klasse 5 einsetzbar (oder für pfiffige Viert-Klässler). 

Diese Unterlagen gibt es nun zum kostenlosen Download.

Der Eintrag "464" existiert leider nicht.

Rezension im Magazin für Amerikanistik Heft 2/ 2.Quartal 2014

Die Völker der Nordamerikanischen Indianer

 

Dieses Buch stellt wirklich eine gelungene, gute Idee dar, die mit Einfühlungsvermögen und pädagogischen Geschick umgesetzt wurde.

Der Religionswissenschaftler Joest Leopold hat mit Themen zur indianischen Spiritualität promoviert und seitdem dieses Thema systematisch für Schulen aufgearbeitet.

Wenn man hierzulande ab und zu beklagt, daß Indianer nur noch wenig Ineresse bei der nachwachsenden Generation finden, daß teilweise furchtbare Klischees für bare Münze genommen werden, liegt das natürlich daran, daß Kindern kein reales Bild von Indianern vermittelt wird, daß Indianer als Menschen, als Kultur häufig kaum wahrgenommen werden. Es fehlt eine kindgerechte Heranführung an das Thema, an diese Menschen, die in Amerika immer noch präsent sind. Die keine Karnevalsfiguren oder Phantasiegestalten, sondern echte Menschen sind. In unserer schnellen Medienkultur gehen solche simple Tatsachen inzwischen unter. Auch Lehrer sind häufig überfordert.

Früher sagte man scherzhaft: Indianer sind eine Erfindung von Karl May. Der Rezensent hört häufig bei Vortragsveranstaltungen die Frage: Gibt es überhaupt noch Indianer?

Ja, es gibt sie, und sie bilden ein kulturelles Element dieser Welt, das nicht vergessen werden oder untergehen darf.

Zu diesem Bewusstsein trägt das Buch von Leopold bei. Diesem Werk merkt man an, daß der Verfasser über fundiertes Wissen verfügt, und daß er seit Jahren pädagogische und didaktische Erfahrungen gesammelt hat. Beides kombiniert, ergibt die richtige Mischung, Kinder für dieses „exotische“ Thema zu begeistern und ihnen Grundlagen zu vermitteln, auf denen – ist das Interesse erst einmal geweckt – aufgebaut werden kann.

Das Buch bietet in kindgerechter Sprache einen Einblick in die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen. Es enthält Arbeitsblätter, mit denen das Gelernte wiederholt und einprägsam memoriert werden kann. Manches ist – natürlicherweise – etwas verkürzt, aber dieses Buch ist ja auch nicht dazu da, eine allumfassende Kulturgeschichte zu bieten; das geht im Rahmen eines einzelnen Buches ohnehin nicht. Es ist ein gelungenes Lehrbuch, das im Sachkundeunterricht, aber auch in Geschichte, Geographie, Religion oder Ethik eingesetzt werden kann. Und auch „erwachsene Leser“ können von diesem Werk profitieren.

Bleibt zu hoffen, daß viele Leser dieses Buch für den Unterricht heranziehen und somit helfen, das Wissen um indianische Kulturen zu bewahren und bei vielen Kindern Interesse wecken, sich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Es ist auch hervorragend für Projekte an Schulen einsetzbar. Es ist bereichernd, und es lohnt sich.

Dietmar Kuegler

 

Rezension in "Pogrom" Ausgabe 3/ 2014

Dieses umfangreiche Werk wendet sich an Lehrer weiterführender Schulen ab der fünften Klasse, die abseits der gängigen Klischees in die Lebenswirklichkeit dreier indianischer Nationen Nordamerikas einführen wollen. Land, Religion, Familienleben, Geschichte, Verbannung in die Reservate und andere Themen werden in kurzen Textblöcken, mit Zeichnungen, Zeittafeln und Karten vorgestellt. Informationen und Arbeitsblätter sind als Kopiervorlagen verwendbar. Gute Gliederung, fundiertes Wissen verständlich vermittelt - diese Unterrichtseinheit füllt eine Lücke bei Schulmaterialien. (bgt) 

 

Rezension im Amerindian Research Ausgabe 35/2015

Ein ambitioniertes Projekt legen Verlag und Autor hier vor. Die Arbeitsmaterialien für den Unterricht sollen den Lehrer bei der Vorbereitung unterstützen. So eine Hilfe ist notwendig, denn wer den Schülern mehr Wissen vermitteln will, was zwar im Lehrplan gefordert wird, aber durch die Standardmaterialien kaum unterstützt wird, der muss entweder selbst seine Materialien erstellen – oder auf die wenigen verfügbaren Materialien zum Thema Indianer zurückgreifen. In den Schulen wird häufig mit Projekten gearbeitet und die außereuropäischen Kulturen spielen dabei manchmal eine Rolle.

Leopold, der selbst als Lehrer arbeitet, weiß aus Erfahrung, was man für die Schule braucht. Er hat sich auf drei Stämme konzentriert: Cheyenne, Navajo und Huronen. Die Materialien eignen sich für den Sachunterricht (bedingt) sowie für den Religions- (Ethik-) oder den Geschichtsunterricht. Die Zielgruppe sind die höheren Jahrgänge der Primarstufe sowie die Sekundarstufe I. Günstig ist der Einsatz ab Klasse 5, vereinzelte Aufgaben sind bereits für die vierte Klasse möglich. In kurzen Texten werden einzelne Aspekte des täglichen Lebens der Indigenen beschrieben. Dazu gibt es Karten und Aufgabenblätter, die aber leider nicht immer strikt vom Text getrennt sind. Manchmal finden sich die Aufgaben noch auf der Seite, wo der erläuternde Text steht. Das ist für den Einsatz im Unterricht nicht immer praktisch. Meist sind die Seiten, die ja alle zum Kopieren gedacht sind, so angeordnet, dass sich Aufgaben und dazugehöriger Text extra ausgeben lassen. Viele Zeichnungen vervollständigen die Darstellung und eignen sich dazu noch zum Ausmalen.  Allerdings enthält gerade das Kapitel über die Huronen nur noch sehr wenige Abbildungen. Eine durchgängige Illustration wäre für den Einsatz gerade in der Primarstufe aber sehr wichtig. Denn vieles erschließt sich gerade den jüngeren Schülern nur sehr schwer aus den Texten. Am Ende der drei Kapitel findet sich jeweils eine kurze Literaturliste. Diese ist für Schüler allerdings ungeeignet, denn es handelt sich vorwiegend um englischsprachige Titel oder wissenschaftliche Literatur. Diese Literatur ist laut Autor auch nur für die Lehrer gedacht und hätte vielleicht auf einer Extra-Seite platziert werden können. In den Aufgaben wird von den Schülern zum Teil erwartet, dass sie sich im Internet ausführlicher mit der Thematik beschäftigen. Hier wären konkrete Hinweise auf einzelne Websites günstig gewesen. Denn auch für die älteren Schüler ist es schwierig, die geeigneten Seiten im Internet zu finden. Die einzelnen Aufgaben sind mit den Buchstaben A bis C gekennzeichnet. Dabei steht A für den leichtesten Schwierigkeitsgrad und C demzufolge für den schwierigsten, diese Aufgaben sind vorwiegend für Schüler ab Klasse  6 gedacht und erfordern oft die Arbeit mit dem Internet.

Für Lehrer, die ihre Schüler an die Thematik der Indianer heranführen möchten, ist das Buch eine große Hilfe, kann man doch die meisten Seiten direkt übernehmen. Am Ende jedes Kapitels findet sich noch ein Wissensquiz (natürlich mit Lösung). Bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Schulen für einen Klassensatz entscheiden, um den Schülern die Kultur der nordamerikanischen Indianer näher zu bringen. MK

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Dr. Joest Leopold

Dr. Joest Leopold, Jahrgang 1965, Lehrer und Religionswissenschaftler mit dem Arbeitsschwerpunkt „nordamerikanische Natives“, veröffentlichte zahlreiche Fachbeiträge und einige Bücher (u.a. „Indianische Weltsicht“, Wyk 1996 und „Indianische Religionen im Sachunterricht“, Wismar 2010). Er befasst sich seit seinem Studium mit den amerikanischen Stammesvölkern, vor allem mit  religionsgeschichtlichen Aspekten und engagierte sich dazu auch in der universitären Lehrerausbildung. Eines seiner Ziele ist es, die „Indianer“-Thematik für die Schule sinnvoll nutzbar zu machen. Aus diesem Grund verfasste er die vorliegenden Unterrichtsmaterialien, die erstmals den Fokus auf einzelne Völker richten. Leopold lebt und arbeitet im Großraum Bremen, ist verheiratet und hat eine Tochter.

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