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G. D. Brademann

Comanchen Mond

16,90

Lieferbar: Ein packender Roman über die Comanchen.

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Comanchen Mond

1838 ist das Grenzgebiet zur Comancheria ein einziges Schlachtfeld. Bei einem blutigen Zusammentreffen zwischen Siedlern und einer kleinen Gruppe Comanchen werden eine junge Frau und drei kleine Kinder gefangengenommen. Ihr weiteres Schicksal nimmt seinen Lauf, als sie das Lager der Antilopenbande im Llano Estacado erreichen. 33 Jahre später ist der Krieg mit den Weißen noch immer nicht beendet. Oberst Mackenzie dringt mit Teilen seiner vierten Kavallerie bis in den Blanco Canyon vor. Auch die kleine Antilopenbande schickt Krieger zu Quanah Parker, einem Kriegshäuptling, um sich den Eindringlingen entgegen zu stellen.

Während die kleine Gruppe Quahari, wie sie sich jetzt nennen, den Sommer an einem der Quellflüsse des Red River verbringt, reitet Running-Fox in ihr Lager. Summer-Rain, das Mädchen, das vor sieben Wintern unter mysteriösen Umständen zur Antilopenbande gekommen war, hat ihm den Kopf verdreht. Es bleibt keine Zeit für die beiden, denn die Nachrichten über den Krieg mit den Weißen sind besorgniserregend. Um ihrem Volk zu helfen, unternimmt Summer-Rain eine gefahrvolle Reise in den Norden.

Als sie nicht zurückkehrt, macht Running-Fox sich auf, um sie zu suchen. Doch auch die Armee der Vereinigten Staaten ist längst unterwegs, um Jagd auf die Comanchen zu machen. Derweil wird Summer-Rain von dem Trapper John Black aufgenommen und erlebt eine Welt, die von Banditen, Erbschleichern, Gewalt und Kaltschnäuzigkeit geprägt ist … aber auch John Black hat eine tragische und grausame Geschichte zu erzählen.

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Sommer 1839

Die sechs Comanchen waren den ganzen Morgen über einem fast ausgetrockneten Flusslauf gefolgt. Endlich hielten sie die Pferde an, saßen ab und ließen sie im schlammigen Wasser saufen. Noch hafteten an ihnen die Spuren ihres letzten Überfalls. Ihre Gesichtszüge konnte man trotz der verschmierten Kriegsbemalung noch gut erkennen. Büffelhörner, mit Hauben auf ihren Köpfen befestigt, gab ihnen ein drohendes, ja, furchteinflößendes Aussehen, fast wie die Büffel selbst.
Ihre Pferde begannen das spärliche Gras neben dem Flussbett abzugrasen. Die Krieger trugen Leggins, die ihnen bis in den Schritt reichten und dort mit Bändern aus Leder an den Hüften festgebunden waren. Darüber hing ein einfaches schmuckloses Lendentuch.
Einer von ihnen – groß, hager, sehnig, mit Schultern, die noch nicht völlig ausgewachsen waren – stand neben einem Schimmel. Obwohl die meisten Comanchen eigentlich keine Schimmel bevorzugten, ja, sie sogar oftmals als Unglücksboten ansahen, hatte er seine Liebe für sie entdeckt. Seine blauschwarz schimmernden Haare trug er offen. Gleichmäßige Züge, eine gerade Nase, ein voller, sinnlicher Mund, nur leicht hervorstehende Wangenknochen und ein kräftiges breites Kinn kennzeichneten ihn als einen gutaussehenden Mann. Ja, er war schön und jung – höchstens sechzehn oder siebzehn Winter alt, genau wie die anderen vier auch. Einer, den sie Antelope-Son nannten, war älter – sehr viel älter. Er zählte vierzig Winter und war ihr Anführer. Die jungen Krieger hatten sich diesem erfolgreichen und angesehenen Mann angeschlossen, um ebenfalls ihren Mut im Kampf zu beweisen. Obwohl sie in diesem Sommer weitab von ihren Grenzgebieten im Llano Estacado lebten, wussten sie durch einen Besuch im Lager befreundeter Kotsoteka-Comanchen, was sich hier an ihren Grenzen abspielte.
Nun waren sie hier. Voller Wut auf die ungebetenen Eindringlinge, die ihre Jagdgebiete nicht achteten, wollten sie sie das Fürchten lehren, ihre Skalps nehmen, Beute machen – vor allem Beute machen und ihnen zeigen, mit wem sie sich hier einließen. Das Kriegshandwerk beherrschten sie perfekt – so wie die Jagd, die ihnen zugleich eine große Freude war. Das wurde ihnen von Kindheit an beigebracht. Manch einer von ihnen hatte bereits mit vierzehn seinen ersten Feind getötet.
Von den sechs Kriegern machte besonders einer einen arroganten, überheblichen Eindruck. Eng zusammenstehende, dunkelbraune Augen blickten streng unter den Wülsten ausgezupfter Augenbrauen hervor. Sein Mund war nur ein einziger schmaler Strich. Den Namen Icy-Wind hatten ihm seine jungen Begleiter erst vor zwei Monden gegeben. Damals war er mit einigen anderen jungen Kriegern auf ein kleines Pawneedorf gestoßen. Wie ein Wirbelsturm hatten sie es überfallen, die Menschen auseinandergetrieben, aber weder Gefangene noch einen einzigen Skalp erbeutet. Als sie weiterzogen, brüstete sich der junge, arrogante Krieger, wie ein Icy-Wind über seine Feinde gekommen zu sein, so dass sie sich frierend und zitternd verkrochen hätten. Seitdem nannten sie ihn nur noch so. Ein Spitzname, den er lieber hörte als seinen anderen Namen, den er mit vierzehn Wintern empfangen hatte: The-One-Who-Should-Not-Look-Back. Nein, dann schon lieber Icy-Wind.

Einen Blick auf seine Pferde werfend, die in Rufweite standen, nahm er den Köcher von seinem Rücken, neben dem an über Kreuz verknoteten Rohlederriemen sein Tomahawk und ein ausgehakter Bogen hingen. Seine rechte Hand hielt dabei noch immer die Lanze. Jetzt warf er sie mit aller Kraft in den harten, ausgetrockneten Boden. Zitternd und schwankend blieb sie dort stecken.
Ein anderer der sechs Krieger – kleiner als seine Kameraden, vielleicht fünfeinhalb Fuß groß und von gedrungener, etwas fülliger Gestalt – beschäftigte sich bereits damit, seine Sachen nach Proviant zu durchsuchen. Weil er fündig wurde, hellte sich sein rundes, gutmütiges Gesicht auf, und er packte ein fest verschnürtes Bündel mit Trockenfleisch aus. Die anderen sahen sich verstehend an, nickten ihm verschmitzt zu und suchten dann selbst nach einem geeigneten Lagerplatz für sich, um ihre spärlich gewordenen Vorräte hervorzukramen.
Inzwischen steckten drei mit Skalps behängte Lanzen zusammen mit den drei anderen ohne Kriegsbeute nebeneinander hinter den Kriegern. Während sie aßen, wurden kaum Worte gewechselt; jeder hing seinen eigenen Gedanken nach. Das Prahlen mit ihren Taten konnte warten, bis sie zu Hause waren. Die Kriterien, mit denen sie dort beurteilt werden würden, waren Tapferkeit, Mut und natürlich Freigebigkeit.

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