Messe Leipzig 2012

Leipzig ist immer eine Reise wert! Also war auch dieses Jahr der TraumFĂ€nger Verlag mit einem Stand vertreten. Dieses Mal in Halle 2, ganz in der NĂ€he der Eingangsbereiche. Über unseren Stand schwebte im Großformat das Bild unserer „Kranichfrau“ und einige Leute meinten scherzhaft, dass es schon spannend sei, beim Hineingehen in die Halle von einer Kriegerin erschlagen zu werden.

Den ganzen Tag kam es an unserem Stand zu Attraktionen und GesprĂ€chen. Besonders umlagert waren natĂŒrlich die Blues-Sessions von unseren beiden „Natives“: Mitch Walking Elk, Cheyenne-Arapahoe, und Wild Willy Westbahn, Native Bavarian aus den konföderierten Staaten Deutschlands, sprich Bayern. Beide stellten auf der Messe ihre Autobiografien vor und das Publikum fand es sehr interessant, mit beiden ins GesprĂ€ch zu kommen. Mitch, mit seinem Hintergrund als Aktivist des American Indian Movements, war manchmal etwas ĂŒberfordert, wenn Besucher mit Papierstirnband und Feder an ihm vorbeihasteten und konnte darĂŒber nur den Kopf schĂŒtteln. Manche Kinder staunten dann auch und konnten sich gar nicht vorstellen, dass Indianer nicht wie „Yakari“ sondern eben wie Mitch aussehen. Mitch nahm das eher gelassen und nahm sich vor, bei seinem nĂ€chsten Besuch etwas öfter Schulen zu besuchen. 

Die Messe begann am Donnerstag mit einem Besuch in dem Evangelischen Schulzentrum von Leipzig, das von dem Amerikanischen Generalkonsulat gesponsert wurde. Hier beantwortete Mitch geduldig die Fragen der SchĂŒler und gab eine Kostprobe seines Könnens. Die Kinder waren dann so begeistert, dass sie uns am Samstag am Messestand besucht haben, nur um Mitch ein weiteres Mal zu hören. 

Als wir so gegen 12:00 Uhr am Messestand eintrafen, ĂŒberraschte uns die Schreckensnachricht, dass unser Bayrischer Guitar-Highlander ins Krankenhaus musste. Am Nachmittag hat er sich dann selbst entlassen 
denn einen Highlander kriegt man nicht so schnell klein!
Am Abend trafen wir uns in großer Runde zum Abendessen im Hotel, wo auch Alexandra Walczyk zu uns stieß, und sich Tipps fĂŒr ihre Lesung am nĂ€chsten Tag holte.
Freitag begann mit einigen Terminen: Lesung von Alexandra Walczyk und Pressekonferenz mit Mitch Walking Elk und Wild Willy Westbahn. Interessant war die Pressekonferenz, weil Rock-Radio live ĂŒbertragen hat und Mitch und Willy sogleich ihre Gitarren zĂŒckten und einige Lieder zum Besten gaben.
Samstag war Stress pur: Wir wurden buchstĂ€blich ĂŒberrannt, außerdem gerieten wir in akute Personalnot, weil Miriam ins Krankenhaus musste (und dort 6 Stunden lang nicht behandelt wurde!) und unser angeforderter Ersatzmann erst noch im Stau stand. Trotzdem gab es ein nettes Kennenlernen zwischen Mitch und Martin Krueger, der die Biografie ĂŒbersetzt hat. Mitch gab eine Musiksession nach der anderen und war entsprechend fertig. Mit Sorge sah er dem Abend entgegen, an dem er noch ein Konzert in Reichenbach geben sollte (schnell mal nachgoogeln: ca 1,5 Stunden sĂŒdlich von Leipzig). Bernd Damisch, vom Aktionskreis Indianer-heute hatte uns eingeladen. Vorsichtshalber nahm Mitch noch VerstĂ€rkung in Person von Wild Willy Westbahn mit. Nach 1,5 Stunden Autofahrt kam Mitch jedoch relativ ausgeruht in Reichenbach an und gab dort ein tolles Konzert, bei dem er viele seiner alten Protestlieder gesungen hat, akustisch untermalt von Wild Willy Westbahn. RĂŒckfahrt nach Leipzig, sechs Stunden Schlaf, dann wieder Messe. Wahrscheinlich hĂ€lt Mitch uns fĂŒr arbeitswahnsinnig. 

Der Sonntag war großer Treffpunkt der Autoren des TraumfĂ€nger Verlages: Brita Rose-Billert war mit ihrem Mann angereist und hatte eine Lesung mit „Maggie Yellow Cloud“;
Ulrich Wissmann stellte sein Buch „Wer die Geister stört“ vor 
.toll gelesen! Beide Veranstaltungen waren super besucht und die Leute durchaus begeistert, dass es Krimis gibt, die auf Indianerreservationen handeln.
Zwischendurch besuchte uns das Amerikanische Generalkonsulat und Mitch verschwand eine Weile, um dem Konsulat einen Gegenbesuch abzustatten. Er fand es cool, dass die Belegschaft des Konsulats aus Deutschen bestand und konnte sich nur so erklĂ€ren, warum sie seine Konzerte und Lesungen ĂŒberhaupt unterstĂŒtzten. Als Kritiker der Amerikanischen Indianer-Politik musste er fairerweise zugeben, dass er zumindest einmal in seinem Leben gegenĂŒber der Regierung dankbar war.
Um 16:00 hatte Kerstin Groeper ihre Lesung von „Wie ein Funke im Feuer“, die ebenfalls gut besucht war. Kerstin prĂ€sentierte sich als Sprecherin von dem Autorenkreis „Quo Vadis“ und stellte die ketzerische Frage, warum Indianerromane nicht auch fĂŒr Erwachsene sein sollten! Die Zuhörer blieben gespannt sitzen und stellten anschließend viele Fragen ĂŒber die Recherche und AuthenzitĂ€t der BĂŒcher. Überhaupt waren viele unserer Fans extra am Sonntag angereist und so kam es an unserem Stand zu angeregten Diskussion und netten BegrĂŒĂŸungsszenen.
Ab 17:00 Uhr hieß es dann viel zu schnell wieder abbauen und zusammenpacken. Willy sauste in seinem Flieger zurĂŒck nach MĂŒnchen, wĂ€hrend Miriam sich nach Liebstadt aufmachte, um unser Hundebaby zu holen, und Mitch und Kerstin noch einen Abstecher nach Offenbach machten.
Fazit: Die Messe war ein voller Erfolg und wir freuen uns, alle unsere Leser im nÀchsten Jahr wiederzusehen!

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Mitch Walking Elk und Martin Krueger

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Wild Willy Westbahn im angeregten GesprÀch mit Brita Rose-Billert

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Lesung von "Maggie Yellow Cloud"

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gut besucht!

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Am Stand des TraumFĂ€nger Verlages

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Ganz rechts im Bild: Ulrich Wißmann

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gute Stimmung garantiert! Lustig auch die Tafel: Cheyenne: Mitch Walking Elk; Bavarian: Wild Willy Westbahn

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Lesung von "Wie ein Funke im Feuer"

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