Wie ein Funke im Feuer

Wie ein Funke im Feuer

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Die fr√ľhe Zeit der Indianer Nordamerikas in einem spannenden Buch erz√§hlt.

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Rezension

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Autor

Tanzt-im-Feuer, ein junger Lakota-Krieger trifft bei einem Erkundungsritt auf ein feindliches M√§dchen. Aus Sorge, sie k√∂nnte ihr Dorf warnen, schie√üt sein Bruder einen Pfeil auf die Fl√ľchtende und nur im letzten Moment kann Tanzt-im-Feuer verhindern, dass sein Bruder das M√§dchen mit seiner Keule erschl√§gt.

Wie ein Funke im Feuer, Rezension im Magazin f√ľr Amerikanistik Juli 2012

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Rezension zu "Wie ein Funke im Feuer" im AusZeit-Magazin:

Inhalt

Black Hills um 1790. Tanzt-im-Feuer, ein junger Lakota-Krieger trifft bei einem Erkundungsritt auf ein feindliches M√§dchen. Aus Sorge, sie k√∂nnte ihr Dorf warnen, schie√üt sein Bruder einen Pfeil auf die Fl√ľchtende und nur im letzten Moment kann Tanzt-im-Feuer verhindern, dass sein Bruder das M√§dchen mit seiner Keule erschl√§gt. Sie bleibt verletzt zur√ľck und den ganzen Winter √ľber wird Tanzt-im-Feuer in seinen Tr√§umen von der Erinnerung an ihre entsetzten Augen verfolgt. Als sein ungest√ľmer Bruder ihm ausgerechnet dieses M√§dchen nach einem Raubzug zum Geschenk macht, ist Tanzt-im-Feuer verwirrt und beschlie√üt, die Gefangene zu ihrem Volk zur√ľckzubringen. Dies erweist sich als schwieriger und gefahrvoller als gedacht. Als er schwer verletzt wird, sucht er den Schutz der Geister, und fleht am Bear Butte um spirituellen Beistand. Fortan wird die Vision der B√§rin sein Leben bestimmen.

 

Einschätzung

Der neue Roman von Kerstin Groeper ‚ÄěWie ein Funke im Feuer‚Äú, entf√ľhrt uns in die Zeit, als Lakota und Cheyenne aufeinander treffen und erste Erfahrungen mit franz√∂sischen H√§ndlern machen. Ob ein Messerkampf auf Leben und Tod, tagelanger Ritt durch str√∂menden Regen oder die Geburt eines Kindes; die Autorin erz√§hlt so fesselnd, dass sich der Leser unweigerlich mitten drin befindet. Erw√§hnenswert ist auch die Lakota Sprache, die die Autorin selbst spricht und die sie in kurzen S√§tzen einflie√üen l√§sst. Sp√§testens nach Lesen dieses Buchs, wei√ü man, dass es sprachlich einen Unterschied macht, ob Mann oder Frau spricht. Die Abweichung liegt an den unterschiedlichen Endungen. Man merkt, dass der Autorin sehr an Authentizit√§t liegt. Sie besch√∂nigt nichts, beschreibt eindrucksvoll und √ľberzeugend, als w√§re sie pers√∂nlich dabei gewesen. Ihr liegt es fern, ein klischeehaftes Bild zu erstellen. Sie schildert das Leben der Natives in all seinen Facetten, mit ihren Riten und Br√§uchen, mit den sch√∂nen und weniger sch√∂nen Dingen, von Menschen mit Fehlern, Schw√§chen und Charakterst√§rken. Auch wenn man noch viele Kleinigkeiten erfahren m√∂chte, gibt Kerstin Groeper ein sehr eindrucksvolles Bild des Alltagslebens.

Die teilweise auktorialen Erz√§hlperspektive, macht es m√∂glich, schnell in die verschiedenen Charaktere zu schl√ľpfen. In diesem Buch fand ich es sehr hilfreich.
Hauptaugenmerk liegt nicht am Kontakt zu den Wei√üen, sondern am Schicksal gefangener Frauen. Besonders interessant fand ich die Schilderung √ľber das Wesen und Spiritualit√§t der Heyoka. Das hatte ich in einem Roman in dieser Form zuvor noch nicht gelesen. Der Charakter von Tanzt-im-Feuer ist am st√§rksten beschrieben, die Frauencharaktere treten ein wenig in den Hintergrund, was nicht st√∂rend ist. Auch die Liebe ist in gesundem Ma√ü vorhanden und der Leser leidet mit den Protagonisten. Aufgefallen sind mir einige moderne Ausdr√ľcke.
Marion und Doris Arnemann haben mit dem wunderschönen Buchcover wieder einmal ihr Können bewiesen.

 

Fazit

Ein Buch das von der ersten Seite an fasziniert, durch großes Fachwissen, Spannung und einem kräftigen Schuss Liebe glänzt. Es bleibt nur noch zu sagen: Die gesamte Punkteanzahl und ein Amazing obendrauf. (AH)

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Wie ein Funke im Feuer

Prolog

Tanzt-im-Feuer atmete tief die w√ľrzige Luft ein, die nach Pinien roch und einen leichten Geschmack von Harz auf seiner Zunge hinterlie√ü. Gleichzeitig bewunderte er die unber√ľhrte Sch√∂nheit des Tales, das sich vor ihm √∂ffnete, und dessen Anblick ihn mit tiefer Ehrfurcht erf√ľllte.
Ein schmaler, schnell flie√üender Bach schl√§ngelte sich durch die Lichtung, die ansonsten von hohen Pinien und sanften H√ľgeln ges√§umt war. Die letzten Bl√§tter der Espen, die sich zwischen die dunklen Pinien geschummelt hatten, leuchteten in einem satten Goldton, reflektierten die Strahlen der Sonne, die zu dieser sp√§ten Jahreszeit bereits an Kraft verloren hatten. An den Zweigen und Bl√§ttern glitzerten Eiskristalle, sodass Tanzt-im-Feuer seine Augen ein wenig zusammenkniff, um nicht geblendet zu werden. Der erste Raureif hatte sich √ľber die silbergrauen Halme des hohen Grases gelegt, noch nicht als w√§rmende Decke, sondern lediglich wie ein feiner Schleier, der die Welt verzauberte. ‚Ķ

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Kerstin Groeper als Tochter des Schriftstellers Klaus Gr√∂per in Berlin geboren, verbrachte einen Teil ihres Lebens in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern entdeckte sie ihre Liebe zur indianischen Geschichte, Kultur und Sprache. Sie lernte Lakota, die Sprache der Teton-Sioux und ist aktives Mitglied einer Vereinigung, die sich der Unterst√ľtzung zum Fortbestehen der Sprache und Kultur der Teton-Sioux widmet und Mitarbeiterin beim Aufbau der Lakota Village Circle School auf der Pine Ridge Reservation in South Dakota. In Deutschland f√ľhrt sie regelm√§√üig Referate und Seminare √ľber die Sprache, Kultur und Spiritualit√§t der Lakota-Indianer durch. Kerstin Groeper arbeitete als Autorin f√ľr Omni und Penthouse und schreibt heute Artikel zum Thema Indianer u.a. f√ľr das renommierte Magazin f√ľr Amerikanistik. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der N√§he von M√ľnchen

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