Skalpjagd, ein Navaho-Cop bei den Sioux

Skalpjagd, ein Navaho-Cop bei den Sioux

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Frank Begay ist Ermittler der Navaho-Stammespolizei, der vom FBI in einem Mordfall auf Pine Ridge bei den Sioux um Hilfe gebeten wird.

Thriller im Indianerland.

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In der Wildnis der Rocky Mountains werden mehrere skalpierte Leichen gefunden. Polizei und FBI tappen im Dunkeln, bis Officer Frank Begay, Ermittler und FÀhrtenleser der Navaho-Stammespolizei, hinzugezogen wird. TatsÀchlich findet Begay zusammen mit seiner attraktiven FBI-Kollegin Susan Kaufman Spuren, die den möglichen TÀterkreis immer weiter einengen.

Skalpjagd, ein Navaho-Cop bei den Sioux; Rezension im Coyote 2/2011

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Rezension „Skalpjagd, ein Navaho Cop bei den Sioux“ von Ulrich Wißmann im Magazin fĂŒr

Amerikanistik 4/2010

Gute Indianerromane sind in Deutschland selten, eigentlich nicht existent. Auch Übersetzungen aus dem Englischen sind seit dem Tod von Tony Hillerman rar geworden.Ulrich Wissmann, der durch viele Reisen in Nordamerika ein hervorragender Kenner der Reservationen ist, hat es geschafft, einen guten Indianerroman zu schreiben. DafĂŒr gebĂŒhrt ihm aller Respekt.Sachlicher Hintergrund seiner Geschichte ist, dass in der Tat seit vielen Jahren – vor allen in den Wintermonaten- Bisons aus dem Yellowstone Park die Grenzen des Naturschutzgebiets verlasen und ins Farmland wandern. FĂŒr die außerhalb des Parks lebenden ViehzĂŒchter wird dies zum Ärgernis, weil sie die Übertragung von Krankheiten auf ihr Nutzvieh befĂŒrchten.Diese Sorge ist nach Ansicht vieler Experten völlig unbegrĂŒndet. Gleichwohl verlangt die Lobby der ViehzĂŒchter den Abschuss der umherstreifenden Bisons. Dagegen laufen TierschĂŒtzer in den USA seit langem Sturm. (Wir haben im MAGAZIN FÜR AMERIKANISTIK mehrfach darĂŒber berichtet.)Diese VorgĂ€nge sind die Basis fĂŒr die spannende Kriminalgeschichte, mit der Wißmann den Leser fesselt.In der Wildnis der Rocky Mountains werden mehrere skalpierte Leichen gefunden. Die lokale Polizei und auch das FBI tappen im Dunkeln. Schließlich wird ein indianischer Polizist hinzugezogen, der Navajo-Beamte Frank Begay.Alle Spuren, denen er folgt, fĂŒhren in die nahe gelegene Indianerreservation, und eines schein klar – die Opfer stehen im Zusammenhang mit den AbschĂŒssen der freien Bisons. Der Roman ist spannend konzipiert und mit viel Lokalkenntnis geschrieben. Man merkt dem Autor an, dass er Reservationen nicht nur aus der Literatur kennt, sondern dort war, und dass er mit indianischer MentalitĂ€t vertraut ist. Das gibt seinem Roman die AuthentizitĂ€t, die die GlaubwĂŒrdigkeit einer ErzĂ€hlung mit erfundenen Charakteren ausmacht. Die Mischung aus Fiktion und Tatsachen ist dem Autor bestens gelungen, sodass man hoffen kann, dass er auf diesem Weg weitergehen wird.Dietmar KĂŒgler

Cellesche Zeitung, Freitag den 15. Oktober 2010

Garßener schreibt Thriller im Indianermillieu Skalpjagd, Ulrich Wissmann verknĂŒpft ethnologisches Fachwissen mit Kriminalstory

Garssen,

Als freischaffender KĂŒnstler und Dozent fĂŒr Gitarre an der Kreismusikschule kennen ihn viele, als Literat indes dĂŒrfte Ulrich Wissman bislang den wenigsten begegnet sein. Dabei verfasste der Celler bereits 1993 ein Sachbuch ĂŒber den indianischen Widerstand Nordamerikas. Jetzt legte Wissmann, der 1981 am KAV Gymnasium sein Abitur machte und in Göttingen und Hamburg Ethnologie, Germanistik und Musik studierte, mit „Skalpjagd“ seinen ersten Thriller vor. Es verwundert nicht, dass dieses Buch im Indianermillieu angesiedelt ist: „Die indianischen Kulturen haben mich von jeher fasziniert und fesseln mich bis heute. Von dem sozialen Miteinander dieser Völker und der Achtung vor der Natur können wir viel lernen“, sagt Wissmann. Nicht zuletzt im Zuge seiner universitĂ€ren Forschung unternahm er wiederholt ausgedehnte Reisen nach Nordamerika. Dass die Auseinandersetzung mit diesen Kulturen sehr spannend sein kann, beweist auch „Skalpjagd“, ein fesselnd geschriebener Roman, der den Leser mit großer Detailkenntnis und LebensnĂ€he mitnimmt in die hitzeflirrende Weite nordamerikanischer PrĂ€rielandschaften und die faszinierende Gedankenwelt ihrer Ureinwohner: In der Wildnis der Rocky Mountains werden mehrere skalpierte Leichen gefunden. Polizei und FBI tappen im Dunkeln, bis Officer Frank Begay, ein in seinen Traditionen fest verwurzelter, aber auch vom Leben gezeichneter Navaho, als Ermittler und FĂ€hrtenleser hinzugezogen wird. Die Spurensuche fĂŒhrt zu einem groß angelegten Betrug an IndianerstĂ€mmen und gewinnt zunehmend politische Dimensionen. Im Indianerreservat der Sioux schließlich taucht er ein in die Welt aus Armut und Verbitterung ĂŒber erlittenes Unrecht, begegnet aber auch dem immer noch vorhandenen kulturellen Reichtum und dem unbeugsamen Geist der Lakota. Als er dem TĂ€ter immer nĂ€her kommt, gerĂ€t er selbst in Todesgefahr. Aber diese Gefahr kommt aus ganz anderer Richtung als erwartet.

Das im TraumFĂ€nger Verlag erschienene, 180 Seiten umfassende Buch wurde auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und ist ab sofort fĂŒr 16,50 € im Buchhandel erhĂ€ltlich.

Skalpjagd

Prolog

Es war der Morgen. Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die Kiefernzweige und erleuchteten den Nebel, der vom Waldboden aufstieg. Das Gras war so von Tautropfen bedeckt, das es im kalten Licht fast wie Schnee wirkte. Durch die tief hĂ€ngenden Wolkenschleier sah man den klaren, bleiernen Himmel des erwachenden Tages. Kein Laut lastete auf der Stille der Welt. Der Mann schob sich vorsichtig durch einige junge Kiefern, um möglichst kein GerĂ€usch zu verursachen. Der Wald lichtete sich immer mehr zu einer parkartigen Landschaft, in der nur wenige einzeln stehende BĂ€ume die mit Gras und Bleifuß bewachsenen HĂŒgel beherrschten.

Das gesamte Kapitel herunterladen.

Schon seit frĂŒhester Jugend beschĂ€ftigt sich Ulrich Wißmann mit den Indianern Nordamerikas. Seine Leidenschaft fĂŒhrte ihn schließlich auf viele Reisen nach Nordamerika, bei denen er intensive Kontakte zu „Natives“ knĂŒpfte. Er besuchte den Apachen-Storyteller David Running Horse und lernte ĂŒber ihn den berĂŒhmten Medizinmann des Chumach-Stammes Tony Romero kennen. Er studierte Völkerkunde mit Schwerpunkt „nordamerikanische Indianer“ in Göttingen und Hamburg, wo er 1991 seinen Abschluss machte. Bei seinen Recherchen zu seiner Magisterarbeit traf er den BegrĂŒnder der „Action Anthropology“ Karl Schlesier und lernte ĂŒber ihn die Cheyenne und Lakota kennen. Am Oglala Lakota College auf Pine Ridge belegte er Sprachkurse, außerdem nahm er an Zeremonien teil. ER besuchte viele weitere Indianerreservationen in den USA und Kanada, besonders immer wieder die Navaho- und Hopi-Reservation. Hierauf entstand auch sein Buch „Indianischer Widerstand im Nordamerika der Gegenwart“. Ulrich Wißmann ist ein wahrer Kenner der indianischen Szene und seine vielen Kontakte ermöglichen ihm ein realistisches Bild ĂŒber indianischen Alltag und indianische Lebenseinstellung. Sein nĂ€chstes Buch, ein Krimi (Skalpjagd-Ein Navaho-Cop bei den Sioux), ist nun bei uns erschienen.

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